Stiftungszweck
Die Minna-James-Heineman Stiftung wurde ursprünglich im Jahre 1928 von Dannie und Hettie Heineman gegründet. Der alleinige Zweck dieser Stiftung war es, älteren allein-stehenden jüdischen Damen in Hannover ein Heim und Versorgung zu geben. Im Gefolge der Machtübernahme durch das Hitler-Regime 1933, wurde das Gebäude beschlagnahmt und die Damen wurden verschleppt. 1951 wurde die Minna-James-Heineman Stiftung neu gegründet. Ihre ursprünglichen Aktivitäten wurden indes nicht wieder aufgenommen. Vielmehr wurde der Stiftungszweck unter Berücksichtigung anderer Anliegen des Stifters neu definiert. Dannie Heineman hatte ein starkes Interesse an den Naturwissenschaften, besonders an Mathematik, Physik und Medizin. Nach der Wiederrichtung der Stiftung fanden diese Interessengebiete ihren Ausdruck in ihrer neuen Förderpolitik. Ein weiterer Wunsch des Stifters war es, neue Brücken zwischen den USA, Deutschland und Israel zu schlagen. Auch wenn die Stiftung heute ein unabhängiges und selbständiges Profil entwickelt hat, ist ein großer Teil ihrer Fördermittel Arbeiten auf den Gebieten der Naturwissenschaften und der Medizin gewidmet, bei denen Wissenschaftler der Max-Planck-Gesellschaft in Deutschland, des Weizmann Institute of Science in Israel oder das Heineman Medical Research Center in den USA kooperieren. Zusätzlich verleiht die Stiftung eine Reihe von Preisen und Stipendien wie den durch die Göttinger Akademie der Wissenschaften verliehenen Dannie-Heineman-Preis, das Dannie-Heineman-Doktorandenstipendium, das Dannie-Heineman-Studienstipendium und, seit 1996, den James-Heineman-Forschungspreis. Die heutigen Aktivitäten der Stiftung basieren dabei noch immer auf Dannie Heinemans tiefster Überzeugung, dass Menschen nicht länger anderen Menschen ausweichen können, und dass die im Namen der Heiligkeit von Nationen errichteten Grenzen nur die menschliche Dummheit fortbestehen lassen, indem sie internationale Zusammenarbeit und das friedliche Streben der Menschen aufhalten.
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